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Der Lobenstein - Hirschberger Gangbezirk. - Ein kurzer Überblick.

Innerhalb des Gebietes zwischen Bad Lobenstein im Westen und Gefell im Osten, Saalburg im Norden bis Naila im Süden setzen zahlreiche, vorwiegend herzyn streichende (NW-SE-verlaufende), meist steilstehende Spalten im felsigen Untergrund auf, die mit nutzbaren Mineralien und Erzen z.T. reich gefüllt sind. Von den Bergleuten wurden die mineral- und erzgefüllten Spalten seit jeher als Gänge bezeichnet. Diese Gänge erstrecken sich in der Lobenstein-Hirschberger Region bis zu einer Länge von 16 Kilometern.

Innerhalb der zwischen 0,1 bis zu 8 m mächtigen Gänge fand sich eine ziemlich einheitliche Mineralfüllung, vorwaltend aus Quarz und Siderit sowie Chalkopyrit, mit etwas Fluorit, Calcit, Ankerit, selten Baryt und etwas Nickelerz bestehend. Dieser Mineralisationstyp ist für Thüringen einzigartig. Das Gebiet wird deshalb und in Hinblick auf seine Hauptverbreitung in mineralogischer Hinsicht zusammenfassend als Lobenstein-Hirschberger Gangbezirk bezeichnet.

Das Vorkommen von nutzbaren Erzen  in diesen Gängen war Gegenstand eines über Jahrhunderte hinweg währenden Grubenbetriebes in der Region. Nebenbei erfolgte in diesem Distrikt auch die Gewinnung und Verarbeitung von Gesteinen (z.B. Alaunschiefer) und anderen Mineralien (Pyrit), die zur Bereitung von Alaun und Vitriol geeignet waren.

Die ältesten und auch zugleich die bedeutendsten Grubenreviere, in denen diese Bodenschätze gewonnen wurden, fanden sich im Gebiet zwischen Bad Lobenstein im Westen, Gefell im Osten, Saalburg im Norden und Bad Steben / Naila im Süden. Für das thhüringische Gebiet ist der Erzbergbau seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesen

Auf thüringischen Gebiet befanden sich die Gruben in reussischer (Grafschaft, später Fürstentum Reuss j.L.) und preussischer (Königreich Preußen) Verwaltung, im fränkischen Teil wurden sie vom Fürstentum Ansbach, später Königreich Bayern verwaltet. Im thüringischen Teil ruht der Bergbau im Wesentlichen seit Ende des 1. Viertel des 20. Jhrds., im fränkischen Anteil (bei Lichtenberg und Issigau) stand der in den Gängen beibrechende Flußspat sogar noch bis in das Jahr 1966 in Gewinnung. 


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